Paar / Paarbeziehung

Paare und Paarbeziehungen sind – in westlichen, paarnormativen Gesellschaften – eine hegemoniale Lebensform. (Heterosexuelle) Paare (re-)produzieren in ihren Interaktionen und Aushandlungen – ihrem doing couple und doing inequality – nicht nur Geschlecht (im Sinne von Gender), sondern wesentlich auch gesellschaftliche Ungleichheiten. Paarbeziehungen sind daher ein wichtiges Untersuchungsfeld der Geschlechterforschung; die Paarbeziehung wird hierbei als eigenständige Analyseeinheit betrachtet. Paare werden in der (soziologischen) Geschlechterforschung aber auch auf die Frage hin untersucht, ob sich mit dem Brüchigwerden des männlichen Ernährermodells im globalen Norden ein Wandel der Paar- und Liebesleitbilder abzeichnet und sich u.a. auch dadurch Ungleichheiten im Geschlechterverhältnis verändern, verringern oder neue entstehen.

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Elternzeit

Mit Elternzeit wird in Deutschland eine familienpolitische Maßnahme bezeichnet, die eine unentgeltliche, befristete und rechtlich gesicherte Freistellung aus einem Arbeitsverhältnis zur Betreuung eines Kindes ermöglicht. Ziel der Maßnahme ist die Parallelisierung von Sorge- und Erwerbsarbeit. Die familienpolitische Rahmung von Elternzeit geht zumeist einher mit der (Re-)Produktion hetero- bzw. paarnormativer Konzepte von Elternschaft. Aus sozialwissenschaftlicher und soziologischer Perspektive rücken vor allem ungleichheits- und geschlechterwissenschaftliche Fragestellungen, beispielsweise Retraditionalisierungseffekte in Phasen der Familiengründung oder die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, in den Fokus.

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