Sport

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Sport ist ein komplexes und binnendifferenziertes Feld (Bette, 2005, S. 234). Das verdeutlichen die vielfältigen Begrifflichkeiten, die in Alltags- und Wissenschaftsdiskursen herangezogen werden, um spezifische Sportkontexte zu beschreiben und voneinander zu unterscheiden. Die Rede ist unter anderem von Wettkampf-, Hochleistungs-, Gesundheits-, Freizeit- und Breitensport. Trotz aller Differenzen ist den genannten Bereichen des Sports gemein, dass sie das Erbringen körperlicher Leistungen ins Zentrum des Interesses rücken (Cachay & Thiel, 2000; Schimank, 1988; Stichweh, 1990). Während sportliche Wettkämpfe auf den interindividuellen Leistungsvergleich zielen, steht beispielsweise beim Yoga, Pilates oder Joggen der Erhalt der eigenen Fitness und der Gesundheit im Vordergrund. Die Körper- und Leistungsideale, die beim Sport zum Tragen kommen, sind, wie sportwissenschaftlich-geschlechtertheoretische Forschungen seit Ende der 1970er Jahre zeigen, eng verknüpft mit Annahmen über Geschlecht (vgl. Kröner, 1976; Messner & Sabo, 1990; Birrell & Cole, 1994). Im Sport dominiert die Vorstellung einer eindeutigen Zweigeschlechtlichkeit und einer damit einhergehenden natürlichen Leistungsdifferenz: Männer gelten im Vergleich zu Frauen als größer, muskulöser und körperlich leistungsfähiger. In besonderer Weise manifestiert sich dies in der Geschlechtersegregation des Sports, d. h. in der Etablierung geschlechtergetrennter Wettkampfklassen (vgl. Müller, 2006). Die sportbezogene Geschlechterforschung interessiert sich für die (Re-)Produktion dieser im Sport gängigen Geschlechtervorstellungen und für ihre sozial ordnende Wirkung. Sie fragt nach sozialen Ausschlüssen und Marginalisierungen sowie nach Hierarchisierungsprozessen entlang der Kategorie Geschlecht (vgl. Hartmann-Tews, 2019; Heckemeyer, 2019; Sobiech & Günter, 2017). [1]

Historische Studien zeigen, dass der in (sport-)medizinischen Diskursen verankerte defizitäre Blick auf weibliche Körper in der Geschichte des modernen Sports vielfach den Ausschluss von Frauen legitimierte (Pfister, 2000, 2017). Frauen galten bis Mitte des 20. Jahrhunderts für viele Bereiche des Wettkampfsports als ungeeignet und durften vor allem an männlich konnotierten Sportarten wie Fußball, Ringen und Gewichtheben nicht oder nur eingeschränkt teilnehmen (vgl. zum Fußballverbot für Frauen: Hoffmann & Nendza, 2006). Noch in den 1990er Jahren lehnte der Internationale Skiverband (FIS) die Teilnahme von Frauen am Skispringen mit der Begründung ab, die Wucht der Landung drohe die Gebärmutter der Athletinnen zu zerreißen (Hofmann, Vertinsky & Jette, 2010). Den in solchen und ähnlichen Argumentationen aufscheinenden „Mythos des schwachen Geschlechts“ (Gieß-Stüber, 2009, S. 35) analysieren Sportwissenschaftler*innen als Resultat sozialer Konstruktionsprozesse (vgl. Hartmann-Tews, Gieß-Stüber, Klein, Kleindienst-Cachay & Petry, 2003). Sie zeigen auf, dass und wie Vorstellungen von Männer- und Frauenkörpern in soziale Strukturen und Praktiken des Sports eingebettet sind und durch sie naturalisiert und fortgeschrieben werden. In diesem Sinne ist Sport eine „visuelle Empirie der – scheinbar – natürlichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern“ (Hartmann-Tews, 2006, S. 42). [2]

Als ein Dreh- und Angelpunkt der (Re-)Produktion geschlechtlicher Ordnung gelten die geschlechtersegregierenden Strukturen des Sports, vor allem in Form der Unterteilung in Männer- und Frauenteams und der Trennung von Männer- und Frauenwettbewerben (vgl. Müller, 2016; Heckemeyer, 2017; Hartmann-Tews, 2019). Sie schaffen zwei klar voneinander unterscheidbare und zudem in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehende Sphären: die des Männer- und die des Frauensports. Diese erfordern zum einen eine eindeutige Zuordnung aller Teilnehmenden zu einer von zwei Geschlechtsklassen. Zum anderen transportieren sie die Annahme, dass Frauen von Natur aus Männern im Sport unterlegen sind und nur in einer separaten Leistungsklasse erfolgreich sein können (Müller, 2016, S. 414). Die Verknüpfung von binärer Geschlechterdifferenz und Geschlechterhierarchie manifestiert sich nicht nur in separaten Leistungsklassen für Frauen und Männer, sondern auch in sportartspezifischen Regelunterschieden. So absolvieren in der Leichtathletik Sportlerinnen einen Siebenkampf, Sportler einen Zehnkampf, im Biathlon laufen Athletinnen kürzere Wettkampfdistanzen als Männer, und im Eishockey ist Frauen die Technik des Bodychecks zur Eroberung des Pucks untersagt, während sie bei den Männern erlaubt ist und als wesentliches Merkmal eines körperbetonten Spiels gilt. Leistungsdifferenzen zwischen den Geschlechtern sind demnach nicht vorsoziale und dem Sport vorgängige Differenzen, sie sind vielmehr Resultat geschlechterkonstituierender Strukturen (Heckemeyer, 2018, S. 84). [3]

Verknüpft mit der geschlechtersegregierten Struktur ist auch eine unterschiedliche gesellschaftliche Wertigkeit des von Männern und des von Frauen betriebenen Sports. Sprachlich zeigt sich diese in etablierten Unterscheidungen, beispielsweise zwischen ‚Fußball‘ und ‚Frauenfußball‘ oder ‚Gewichtheben‘ und ‚Frauengewichtheben‘. Der Sport von Frauen wird sprachlich markiert, und zwar als eine Variante des männlichen Originals (Müller, 2007, S. 114; Hartmann-Tews, 2019). Dies spiegelt soziale Anerkennungshierarchien wider, die sich sowohl im Kontext medialer Repräsentationen als auch im Zusammenhang mit finanzieller Förderung und Entlohnung von Athletinnen im Spitzensport zeigen. So sind Frauen in der Sportberichterstattung deutlich unterrepräsentiert (vgl. Cooky, Messner & Hextrum, 2013; Bruce, 2013; Weber & Carini, 2013; Billings & Young, 2015; Rulofs & Hartmann-Tews, 2017). Nur 5 bis 15 % der tagesaktuellen Print- und Fernsehberichterstattung thematisieren den von Frauen betriebenen Sport (Hartmann-Tews, 2019, S. 1295). Forschungen zeigen, dass die geringe mediale Präsenz die Akquise von Sponsor*innen für Athletinnen und Frauenteams erschwert und diese in der Folge über weniger finanzielle Ressourcen verfügen (vgl. Leeds & Leeds, 2013; Flake, Dufur & Moore, 2013; Klein, Deitersen-Wieber & Lelek, 2012). Die daraus resultierenden Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern legitimieren sich durch die naturalisierte Annahme männlicher Überlegenheit und durch die Optimierungs- und Steigerungslogik des Sports: Da Männer bessere Leistungen erbringen als Frauen scheint es plausibel, dass der Männersport auf größeres Interesse trifft und folglich höhere finanzielle Unterstützung erhält (Heckemeyer, 2018, S. 92). [4]

Heteronormativitätstheoretische Forschungen weisen darauf hin, dass geschlechtliche Differenzierungs- und Hierarchisierungsprozesse im Sport unmittelbar mit Sexualitäts- und Begehrensnormen verbunden sind. Die Vereindeutigung und Naturalisierung geschlechterbinärer Differenz erfolgt im Sport auch über die Marginalisierung gleichgeschlechtlichen Begehrens und die Heterosexualisierung von Sportkörpern (vgl. Pronger, 1992; Griffin, 1998, 2014; Ogawa, 2014; Anderson, 2015). Im deutschsprachigen Kontext werden diese Zusammenhänge insbesondere mit Blick auf den Fußball untersucht (Degele & Janz, 2012; Degele, 2013, 2014). Die Ergebnisse entsprechender Studien zeigen, dass Abgrenzungen und Distanzierungen von Homosexualität im Männerfußball vor allem der (Re-)Produktion des Fußballs als heterosexueller und damit eindeutiger Männerdomäne dienen. Schwule Männlichkeit wird als verweiblicht und damit als den Anforderungen des Sports gegensätzlich konstruiert. Im Frauenfußball wiederum werden Spielerinnen häufig verallgemeinernd mit Homosexualität bzw. Lesbisch-Sein in Verbindung gebracht. Die Anrufung als lesbisch rekurriert dabei nicht per se auf eine faktisch gelebte Sexualität. Sie fungiert vielmehr als eine Form der Sanktionierung geschlechternormen-unadäquaten Verhaltens oder Aussehens von Frauen (Degele & Janz, 2012, S. 207). Heterosexualisierende Repräsentationen von Sportlerinnen in den Medien lassen sich vor diesem Hintergrund als Strategie der geschlechtlichen Normalisierung von Athletinnenkörpern lesen; dies insbesondere dann, wenn die Sportlerinnen in männlich konnotierten Sportarten aktiv sind und gegen gängige Weiblichkeitsvorstellungen verstoßen (vgl. Schaaf, 2012; Lenskyj, 2013; Cahn, 2015). [5]

Seit Beginn der 2000er Jahre finden jenseits heteronormativitätstheoretischer auch intersektionale Theorieansätze in der sportbezogenen Geschlechterforschung Berücksichtigung (vgl. McDonald, 2017; Watson & Scraton, 2013). Sie eröffnen einen differenzierten Blick auf komplexe Diskriminierungsmuster und das Zusammenwirken verschiedenartiger Machtverhältnisse im Sport; zum Beispiel auf Verflechtungen der Kategorie Geschlecht mit weiteren sozialen Differenzierungsdimensionen wie Ethnizität, Race oder Behinderung (vgl. Norman & Moola, 2011; van Sterkenburg, Knoppers & Leeuw, 2010). Der besondere Erkenntnisgewinn intersektionaler Perspektiven für die Analyse geschlechtlicher Ordnung im Sport zeigt sich aktuell in Studien zur Entwicklung und Geschichte der sogenannten Geschlechterverifikationsverfahren (vgl. Ritchie, 2003; Müller, 2006; Heggie, 2014). Die gesellschaftliche Debatte um Geschlechterverifikationsverfahren ist eng geknüpft an die Regularien des Internationalen Leichtathletikverbands (IAAF) zur Teilhabe von Athletinnen mit Differences in Sexual Development (DSD) (IAAF, 2018). In der medialen Berichterstattung wird sie vor allem mit der südafrikanischen 800m-Läuferin Caster Semenya und der indischen Sprinterin Dutee Chand verbunden. Beide Athletinnen wurden auf der Grundlage der IAAF-Regularien von Wettbewerben in der Wettkampfklasse der Frauen mit der Begründung ausgeschlossen, ihre Körper produzierten im Vergleich zum Normwert für Frauen zu viel Testosteron (detailliert hierzu Karkazis & Carpenter, 2018; Heckemeyer, 2017; Pielke, Tucker & Boye, 2019). Forscher*innen problematisieren zum einen die Pathologisierung der Athletinnen als ‚intersexuell‘ und zeigen auf, dass und wie die Konstruktion von Testosteron als männliches Hormon zur (Re-)Produktion einer scheinbar eindeutigen, natürlichen Zweigeschlechtlichkeit beiträgt (Karkazis & Jordan-Young, 2018, S. 7; zur Geschichte der Sexualhormone s. Walch & Stoff, 2019). Zum anderen verdeutlichen sie, dass das im Zuge der Geschlechterverifikationsverfahren relevant gemachte Weiblichkeitsideal mit rassisierenden und ethnisierenden Normierungen einhergeht. So weisen sie darauf hin, dass insbesondere Women of Colour und Schwarze Athletinnen aus dem Globalen Süden ins Visier der IAAF-Regularien geraten (vgl. Pieper, 2014; Magubane, 2014; Bohuon, 2015; Karkazis & Jourdan-Young, 2018). Grund dafür ist die Verankerung der im Sport etablierten Grenzziehungen zwischen Männern und Frauen in westlich-kolonialen Diskursen über Körper und Geschlecht. Damit geht zum einen ein mit Weiß-Sein verknüpftes Weiblichkeitsideals einher, zum anderen die Konstruktion von Intersexualität als ein primär in Ländern des Globalen Südens zu findendes Phänomen (Karkazis & Jourdan-Young, 2018, S. 34). Diese rassisierenden und rassistischen Annahmen scheinen auch in aktuellen (sport-)medizinischen Debatten und Praktiken internationaler Sportorganisationen auf. [6]

  • Literatur:

     

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  • Zitationsvorschlag:

     

    Heckemeyer, Karolin (2019). Sport. In Gender Glossar / Gender Glossary (6 Absätze). Verfügbar unter http://gender-glossar.de

  • Persistente URN:

     

    (This link open in new tab) urn:nbn:de:bsz:15-qucosa2-351954 (Langzeitarchiv-PDF auf (This link open in new tab) Qucosa-Server)


foto karolin heckemeyer smallKarolin Heckemeyer absolvierte ein Lehramtsstudium der Fächer Sport und Französisch an der Universität Bielefeld. 2017 wurde sie am Institut für Soziologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit einer Arbeit zum Thema „Leistungsklassen und Geschlechtertests – Die heteronormative Logik des Sports“ (transcript Verlag) promoviert. Seit 2012 forscht und lehrt Karolin Heckemeyer als Dozentin an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). In ihrer Forschung setzt sie sich mit Fragen zu geschlechtlicher Vielfalt, Diversität und Intersektionalität im Sport und im Sportunterricht auseinander. Dabei greift sie aktuelle Debatten zu Geschlechterverifikationsverfahren, zum „Mythos der Chancengleichheit“ sowie zu LGBTIQ-Themen im Sport auf. Karolin Heckemeyer ist Mitherausgeberin der Freiburger Zeitschrift für Geschlechterstudien (Verlag Barbara Budrich) und der 2017 gegründeten Zeitschrift für Fussball und Gesellschaft (Verlag Barbara Budrich).

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