Alphabetisches Glossar

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Paar / Paarbeziehung

Paare und Paarbeziehungen sind – in westlichen, paarnormativen Gesellschaften – eine hegemoniale Lebensform. (Heterosexuelle) Paare (re-)produzieren in ihren Interaktionen und Aushandlungen – ihrem doing couple und doing inequality – nicht nur Geschlecht (im Sinne von Gender), sondern wesentlich auch gesellschaftliche Ungleichheiten. Paarbeziehungen sind daher ein wichtiges Untersuchungsfeld der Geschlechterforschung; die Paarbeziehung wird hierbei als eigenständige Analyseeinheit betrachtet. Paare werden in der (soziologischen) Geschlechterforschung aber auch auf die Frage hin untersucht, ob sich mit dem Brüchigwerden des männlichen Ernährermodells im globalen Norden ein Wandel der Paar- und Liebesleitbilder abzeichnet und sich u.a. auch dadurch Ungleichheiten im Geschlechterverhältnis verändern, verringern oder neue entstehen.

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Vaterschaft

In der Familiensoziologie wird davon ausgegangen, dass sich Vaterschaft dann konstituiert, wenn Männer dauerhaft und generationsübergreifend Sorgearbeit für Kinder leisten. Begrifflich kann unterschieden werden zwischen den Einstellungen zur Institution Vaterschaft (fatherhood) und der sozialen Praxis von Vätern im Familienalltag (fathering). Beide Dimensionen von Vaterschaft unterliegen einem gesellschaftlichen Wandel, der sich im Kontext von Veränderungen der Geschlechterverhältnisse vollzieht.

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Mutterschaft

Im alltäglichen Sprachgebrauch bezeichnet Mutterschaft für gewöhnlich ein spezifisches, exklusives (Verwandtschafts-)Verhältnis, das eine Frau ihrem (in der Regel leiblichen) Kind gegenüber einnimmt. Aus wissenschaftlicher Perspektive existieren unterschiedliche, teils konkurrierende Verständnisse von Mutterschaft. Ein gemeinsamer Bezugspunkt der verschiedenen Zugänge zu Mutterschaft innerhalb der Geschlechterforschung bildet die Annahme, dass es sich bei Mutterschaft um ein soziales Phänomen und nicht um das naturhaft determinierte Wesen von Weiblichkeit handelt.

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