Christian Berger

portrait christianbergerChristian Berger, B.A. M.Sc. (WU), studierte Anthropologie an der Universität Wien und Sozioökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Gleichstellungsrecht und -politik, Feministische Politische Ökonomie, Populärkultur und Kulturkritik. Er war Studien- und Forschungsassistent am Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien, arbeitet als Referent in der Arbeiterkammer Wien und ist Berater und Coach im Bereich Gender Equality Management. Aktuell engagiert er sich für das Frauen*volksbegehren.

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Diskriminierung

Mit dem Begriff Diskriminierung wird der benachteiligende, herabsetzende oder abwertende Umgang mit Personen, die (imaginierten) gesellschaftlichen Gruppen zugeordnet werden, beschrieben. Diesem gehen psychologische Dynamiken der Stereotypisierung sowie historisch komplexe soziale Prozesse und Strukturen der Differenzierung und Hierarchisierung voran. Aufgrund sozialer, politischer und wissenschaftlicher Auseinandersetzungen ist Diskriminierung mittlerweile nicht nur als (Menschen-)Rechtsverletzung anerkannt, sondern permanent Gegenstand von Kontroversen über die (Il-)Legitimität von (Un-)Gleichbehandlung.

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Frauen*rechte

Frauen*rechte beschreiben Grund- und Menschenrechte, die für Frauen* und Mädchen* besonders relevant sind, wie beispielsweise das Recht auf politische Partizipation, auf Bildung, auf Gesundheit oder auf körperliche sowie sexuelle Integrität. Bemühungen um und die Konzeption von Frauen*rechten sind sowohl auf inter- als auch auf nationaler Ebene von Frauen*rechtsbewegungen beeinflusst. Trotz des strukturellen male bias des Rechts kennen sowohl das internationale Menschenrechtsregime als auch nationale Rechtsordnungen Gewaltschutzmechanismen, Geschlechterdiskriminierungsver- oder Gleichstellungsgebote. Kritik gegenüber Frauen*rechten wird aus kulturrelativistischen, universalistisch-feministischen, postkolonialen und queer-feministischen Perspektiven geübt.

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Feministische Rechtswissenschaft

Feministische Rechtswissenschaft beschäftigt sich mit der Vergeschlechtlichung des Rechts und seiner Diskurse. Sie benennt und analysiert Ungleichheiten aufgrund des Geschlechts, die durch das Recht legitimiert oder hergestellt werden. Feministische Rechtswissenschaft setzt sich mit dem Potenzial von Recht als feministischem und emanzipatorischem Instrument auseinander. Anhand des ‚Dilemmas der Differenz‘ wird deutlich, wie ambivalent rechtliche Bemühungen um Gleichstellung ausfallen. Feministische Rechtswissenschaft knüpft an die Lebenswirklichkeiten von Frauen* an und ist in allen Rechtsgebieten – vom Verfassungsrecht über die Rechtsgeschichte bis hin zu Familien-, Arbeits- und Strafrecht – vertreten.

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Frauen- und Geschlechtergeschichte

„Frauen- und Geschlechtergeschichte“ untersucht die Rolle von Frauen in der Vergangenheit und der Geschichtsschreibung, hebt sie als Handelnde hervor und dekonstruiert die binäre Geschlechterordnung, die seit dem 19. Jahrhundert zunehmend Eingang in die Geschichtswissenschaft gefunden hat. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Genese dieser Disziplin in der Nachkriegszeit, ihren bis in die Gegenwart bestehenden emanzipatorischen Charakter sowie über die „nützliche Kategorie Gender“ (Scott) und ihre Interaktion mit anderen Wissensfeldern.

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