Wieland Schwanebeck


wielandschwanebeck02Dr. phil. Wieland Schwanebeck wurde 1984 in Meißen geboren und studierte bis 2010 Germanistik und Anglistik an der Technischen Universität (TU) Dresden, an der er sowohl mit dem Ersten Staatsexamen Lehramt (2009) als auch mit Magister Artium (2010) abschloss. 2013 wurde er dort aufgrund einer Arbeit zu „The Adaptable Mr. Ripley: Der Hochstapler als Paradigma einer Gender-orientierten Literaturwissenschaft“ promoviert. Er war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und ist gegenwärtig wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Anglistik und Amerikanistik der TU Dresden.

Kontakt: wieland.schwanebeck@gmx.de

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Männlichkeit in der Literaturwissenschaft

Da die Männlichkeitsforschung, die sich jenseits von biologischem Essentialismus der Erforschung kultureller Vorstellungen über das Geschlecht des Mannes verschrieben hat, relativ spät Akzeptanz in der Geschlechterforschung fand, hat sich auch in der Literaturwissenschaft erst im Lauf der 1990er-Jahre ein umfassendes Interesse an der Kategorie Männlichkeit eingestellt. [1]

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Poststrukturalismus

Unter dem Begriff des Poststrukturalismus wird eine disparate, auf den Axiomen des Strukturalismus aufbauende und diese zugleich überwindende Strömung verstanden, die sowohl innerhalb der Sozial- und Kulturwissenschaften als auch in interdisziplinär organisierten Feldern (wie den Gender Studies oder den Postcolonial Studies) von großer Tragweite ist. Poststrukturalistische Theoriebildung wird vor allem mit Theoretikern wie der Psychoanalytikerin Julia Kristeva und dem Psychoanalytiker Jacques Lacan, dem Philosophen Jacques Derrida, dem Erzählforscher Roland Barthes sowie dem Historiker Michel Foucault verbunden. [1]

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Dekonstruktion

Der Begriff der Dekonstruktion bezeichnet ein durch den poststrukturalistischen Philosophen Jacques Derrida entwickeltes Lektüreverfahren, das sich gegen den tradierten hermeneutischen Ansatz richtet. Die Dekonstruktion stellt eine letztgültige, im Text enthaltene Bedeutung in Abrede, legt als „ein gewissermaßen subversives Prinzip der Annäherung an Texte ‚von innen her‘“ (Zapf, 2008, S. 116) Brüche und Verwerfungen frei und postuliert die Unabschließbarkeit des Interpretationsvorgangs. Statt selbst einen Sinn zu behaupten, erfüllt sich der Zweck der Dekonstruktion in der Prozessualität, das heißt im Akt des Fragens selbst: „Dekonstruktion meint Unterwegssein“ (Wetzel, 2010, S. 23). [1]

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