Sven Schütze


svenschuetzeSven Schütze studierte Geschichte und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Université de Provence in Aix-en-Provence/Marseille. Sein Studium schloss er mit einer Arbeit zu New Materialism und dem schamhaften Erröten bei Charles Darwin ab. Er ist Mitglied der Kulturwissenschaftlichen Gesellschaft, lebt in Berlin und ist dort in verschiedenen politischen Initiativen aktiv. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den Schnittstellen von Gender Studies, Wissenschaftsgeschichte/-theorie, Posthumanismus und Biopolitik.

Kontakt: s.schuetze@mailbox.org

Biologische Evolutionstheorie

Biologische Evolutionstheorie beschreibt und erklärt die sukzessive Veränderung von Arten durch Vererbung. Sie geht dabei davon aus, dass sich die heutige Vielfalt lebender Organismen über lange Zeiträume hinweg aus früheren Arten entwickelte. Dieser Artenwandel vollzieht sich durch das Wirken verschiedener Evolutionsfaktoren (Zrzavý, Burda, Storch, Begall & Mihulka, 2013; Storch, Welsch & Wink, 2013). War die Frage nach der Erklärung von Ähnlichkeiten zwischen verschiedenen Organismen bereits in der Antike relevant, so wird wissenschaftshistorisch mit der biologischen Evolutionstheorie auf Anfang des 19. Jahrhunderts einsetzende Erkenntnis- und Erklärungszusammenhänge zur Artenentwicklung referiert (Bowler, 1989). Eine umfassende Theorie der biologischen Evolution wurde erstmalig von Charles Darwin (1809–1882) entworfen. In seiner 1859 erschienenen Studie On the Origin of Species sowie weiteren Arbeiten entwickelte er eine Abstammungslehre, die die Entwicklung, gemeinsame Deszendenz und Divergenz von Arten vorrangig durch den Mechanismus der natürlichen Selektion erklärt (Darwin, 1859, 1871, 1872). [1]

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