Stephanie Bremerich


Stephanie Bremerich studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft in Leipzig und in Prag. 2016 wurde sie im Bereich Neuere deutsche Literatur an der Universität Leipzig promoviert (Thema der Doktorarbeit: „Erzähltes Elend – Autofiktionen von Armut und Abweichung“, gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung). Derzeit ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik der Universität Leipzig tätig. Zu ihren Forschungsgebieten zählen Armutsdarstellungen in intermedialen Kontexten, die literarische Bohème der Jahrhundertwende, Fiktionstheorie und Narratologie.

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Maskerade

Der Begriff Maskerade unterscheidet sich trotz der etymologischen Verwandtschaft vom Begriff Maske. Unter Maskerade werden vor allem Strategien der Inszenierung von Geschlechtsidentitäten verstanden, weshalb synonymisch häufig von Geschlechtermaskerade die Rede ist. Das Konzept hat in den Theater-, Film- und Literaturwissenschaften sowie in der Philosophie und der Psychologie Einzug gehalten. In den Gender Studies etablierte sich der Begriff in den 1990er Jahren, maßgeblich beeinflusst durch psychoanalytische und poststrukturalistische Theoriebildung. Mit der Maskerade können sehr verschiedene Phänomene bezeichnet werden, von der Pseudonymität weiblicher Autor_innenschaft bis hin zu alltagskultureller Performance und Körperinszenierung, etwa im Transvestitismus.

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