Sarah Moldenhauer


Sarah Moldenhauer wurde 1986 geboren, studierte Lehramt für Deutsch und Spanisch an der Universität Leipzig und schloss dort 2011 mit dem Ersten Staatsexamen ab. Sie war Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes und promovierte bis 2015 am Institut für Romanistik der Universität Leipzig über kubanische Literatur im período especial. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Postmodernität, Postkolonialität, Identitätskonstruktionen, Marginalität.

Kontakt:  sarah.moldenhauer@uni-leipzig.de

Jineterismo

Jineterismo, eine neuartige Form der Sexarbeit in Kuba, entstand im Zuge des Zusammenbruchs des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW bzw. Comecon) und dem damit verbundenen aufkommenden Tourismus-Boom auf der Insel. Mädchen und Frauen sind am stärksten in diese neue Form der Prostitution involviert. Um den ihnen verwehrten Zugang zu Waren zu nutzen, boten und bieten viele junge Kubaner_innen Tourist_innen im Austausch sexuelle Dienste an. Inzwischen wird der Begriff jineterismo häufig auch über den sexuellen Bereich hinaus auf alle Tätigkeiten übertragen, die dem jinetero oder der jinetera Devisen einbringen.

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