Nadine Marquardt


foto marquardtNadine Marquardt hat Politikwissenschaften am Otto Suhr-Institut der Freien Universität (FU) Berlin studiert. Seit 2006 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt. Ihre Forschungsinteressen gelten Sozial- und Gesellschaftstheorien, der Sozial- und Kulturgeographie und der Stadtforschung. 2010 wurde sie mit einer Arbeit zu neuen Formen sozialer Kontrolle und Sicherheitspolitik im Kontext von innerstädtischen Restrukturierungsprozessen promoviert. In ihrem Habilitationsprojekt analysiert sie unterschiedliche Dimensionen des gesellschaftlichen Umgangs mit Wohnungslosigkeit.

Kontakt:  n.marquardt@geo.uni-frankfurt.de

Feministische Geographie

Die feministische Geographie verfolgt drei miteinander verbundene Anliegen: Verstanden als geographische Geschlechterforschung untersucht sie den Zusammenhang von gesellschaftlicher Räumlichkeit und Geschlechterverhältnissen (Massey, 1994; Bauriedl, Schier & Strüver, 2010; Schurr & Wintzer, 2011; Wastl-Walter, 2010). Sie fokussiert auf das Verhältnis von sozialen Prozessen einerseits und ihrer räumlichen Organisation andererseits und zeichnet nach, welche Rolle Räumen in der Konstruktion von sozialen Identitäten und Beziehungen sowie in der Produktion und Aufrechterhaltung von Ungleichheitslagen zukommt. Im Rahmen wissenschaftstheoretischer Debatten wird nach Möglichkeiten der Integration feministischer und geographischer Theoriebildung gesucht und der implizite Androzentrismus in Geschichte und Gegenwart geographischen Denkens und Forschens kritisiert (Rose, 1993; Moss, 2002; Mott & Roberts, 2014; Domosh, 1997). Disziplinpolitisch lenken feministische Geograph_innen die Aufmerksamkeit auf bestehende Ungleichheitsverhältnisse und geschlechtsspezifische Arbeitsteilungen in der Hochschulgeographie. [1]

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