Monika Jäckle


Monika Jäckle studierte an der Universität Augsburg Lehramt Hauptschule, sammelte währenddessen Erfahrungen in außerschulischen Bildungseinrichtungen und ist seit 2004 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Augsburg tätig. Dort wurde sie aufgrund ihrer Arbeit „Von der Schule der Macht und was es heißt, ein Mädchen oder Junge zu werden. Eine Auseinandersetzung mit Schule und Geschlecht unter diskurstheoretischer Perspektive“, für die sie mit einem Universitätspreis für herausragende wissenschaftliche Leistungen ausgezeichnet wurde, promoviert. Von März 2006 bis März 2012 hatte sie Lehraufträge an der Freien Universität Bozen, der Fakultät für Bildungswissenschaften in Brixen (Italien) und ist seit 2011 als Modulbeauftragte für den Erweiterungsstudiengang „Beratungslehrkraft“ an der Universität Augsburg zuständig. Ihre Forschungsschwerpunkte kreisen um Diskursanalyse / Dispositivforschung, Subjektivationsforschung (Theorie der Anerkennung und Verletzbarkeit), Geschlechterforschung in der Erziehungswissenschaft, Traumaforschung (differenzsensitive Traumaarbeit in pädagogischen Feldern). Aktuell arbeitet sie an ihrem Habilitationsprojekt im Fach Allgemeine Pädagogik an der Universität Augsburg und ist nach mehrjähriger psychotherapeutischer Ausbildung seit 2013 als Gestalt- und Traumatherapeutin in freier Praxis tätig.

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Geschlechterdispositiv

Der Begriff Geschlechterdispositiv verweist auf den Dispositiv-Begriff bei Michel Foucault und umfasst das machtvolle Zusammenspiel von hegemonialen Geschlechternormen in Gestalt von gesellschaftlich-kulturellen Leitbildern (Diskursen), von institutionellen Regelungen wie Geschlechtsrollenverteilungen (Institutionen), von vergeschlechtlichten Praktiken im Sinne des doing gender (Praxis) und von geschlechtlichen Identitätsangeboten (Subjektivität). Die Konstruktion von Geschlecht ist mit Machtbeziehungen und Wahrheitspolitiken verbunden. Das Geschlechterdispositiv stellt damit auch eine Analyseeinheit dar, die sich für eine empirische Forschung im Sinne einer relationalen Machtanalytik öffnet.

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