Melanie Schmidt


melanieschmidtMelanie Schmidt wurde 1983 geboren und studierte bis 2009 Erziehungswissenschaften, Journalistik und Deutsch als Fremdsprache an der Universität Leipzig. Seit ihrem Abschluss als Magistra Artium ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig und forscht im Rahmen ihrer Dissertation zum Verhältnis von Pädagogik und neuen Steuerungsinstrumenten im Schulsystem. Ihre weiteren Forschungsinteressen sind „Anerkennung“ als Analysekategorie pädagogischer Praktiken und differenztheoretische Erkenntniszusammenhänge. Seit 2010 ist Melanie Schmidt Mitglied des Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung (FraGes) der Universität Leipzig.

Kontakt: melanie.schmidt@uni-leipzig.de

Performativität

Der Begriff Performativität geht zurück auf die Sprechakttheorie und wurde von dem Sprachphilosophen John L. Austin ‚ins Spiel‘ gebracht. Er verweist mit dem Terminus auf die handlungspraktische Dimension des Sprechens, d.h. dasjenige zu vollziehen oder zu produzieren, was im Sprechen benannt wird, und es nicht lediglich zu bezeichnen. Vor dem Hintergrund von Derridas Iterabilitätsbegriff hat insbesondere Judith Butler das Konzept in die Gendertheorie eingeführt. Das Sein oder So-Sein eines Geschlechtes ist demnach kein ontologischer Status, der aus einer vordiskursiven Wirklichkeit schöpft, sondern das Ergebnis (sich wiederholender) performativer Inszenierungen, die sich selbst erfolgreich als Sein darstellen.

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