Lisa Krall


Lisa Krall studierte Soziale Arbeit an der Hochschule Niederrhein und Gender Studies an den Universitäten Bielefeld und Wien. Seit ihrer Studienzeit ist sie hochschulpolitisch aktiv und engagiert sich in feministischen Kontexten. Nach Abschluss ihres Studiums arbeitete sie am Interdisziplinären Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung (IFF) der Universität Bielefeld und übernahm mehrmals Lehraufträge an der Universität zu Köln sowie an der Technischen Universität (TU) Braunschweig. Seit 2015 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Köln und promoviert an der Schnittstelle von Geschlechter- und Wissenschaftsforschung.

Kontakt:    lkrall@uni-koeln.de

Beschneidung

Im deutschen Sprachgebrauch können mit Beschneidung bzw. mit dem Verb beschneiden sowohl ganz allgemein Formen des Stutzens und Einschränkens als auch jene Praxen bezeichnet werden, die genitalverändernde Eingriffe, geschlechtsspezifische und -vereinheitlichende Körpernormierungen umfassen. Bei Letzteren sind medizinisch indizierte und medizinisch nicht indizierte, z. B. religiöse, auf Traditionen beruhende sowie kosmetische Beweggründe zu unterscheiden. Da die Motive, Durchführungsweisen und gesellschaftlichen Verankerungen von Beschneidungspraxen sehr komplex und heterogen sind, lassen sie sich nur im Rahmen historischer, regionaler und kultureller Kontextualisierungen umfassend verstehen. [1]

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