Kim Scheunemann


kimscheunemann-fotoKim Scheunemann setzt sich seit der Jugend mit unterschiedlichen Diskriminierungsformen theoretisch und praktisch auseinander. So leitete sie eine Junglesbengruppe und engagierte sich im LesbiSchwulenZentrum Düsseldorf, studierte Soziologie an der Universität Frankfurt und war im Gleichstellungsbüro als studentische und später wissenschaftliche Hilfskraft tätig. Anschließend versuchte Kim Scheunemann angehenden Offizier*innen ein soziologisches Verständnis der Welt an der Helmut Schmidt Universität zu vermitteln und engagierte sich während dieser Zeit in der Queer AG der Universität Hamburg. Kim Scheunemann forscht im Bereich der Gender- und Queerstudies, Sexualforschung; Professionssoziologie und Affekttheorien.

Kontakt: scheunemann204@gmail.com

Trans* / Trans*Geschlechtlichkeit

Das Präfix ‚trans-‘ ist aus dem Lateinischen hergeleitet und bedeutet jenseits - im Gegensatz zu ‚cis‘ diesseits. Wird das Präfix trans- vor Begriffe wie Geschlecht, Migration oder Kultur gesetzt, verweist es auf „Phänomene der spannungsreichen und unaufgelösten Ko-Präsenz von gegensätzlichen Semantiken, Sinn-Komponenten oder Zugehörigkeiten“ (Lösch, 2005, S. 252-253). Das mit trans* verbundene Erkenntnisinteresse zielt auf die Untersuchung der Herstellung von vermeintlichen Eindeutigkeiten in empirischer wie konzeptuell-theoretischer Hinsicht sowie auf damit einhergehende Ausschlüsse und Verwerfungen. Im Mittelpunkt stehen Momente „der Ungewissheit, der Unentscheidbarkeit und des Widerspruchs, die in Differenzkonstruktionen auf der Basis binärer Ordnungslogik ausgeblendet werden“ (Lösch, 2005, S. 252). [1]

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