Jannis Eicker


janniseicker fotoJannis Eicker studierte zunächst Sozial- und Wirtschaftswissenschaften im Bachelor an der Universität Erfurt und schloss dann den Masterstudiengang Global Political Economy an der Universität Kassel ab. Momentan bereitet er sich auf eine Promotion in der Politikwissenschaft vor. Er ist Teilnehmer der Werkstatt „Imperiale Produktions- und Lebensweisen. Ausbeutungsstrukturen im 21. Jahrhundert (I.L.A.)“, engagiert sich in der politischen Bildungsarbeit und arbeitet beim /netzwerk n/ e. V., das sich durch Unterstützung der lokalen studentischen Nachhaltigkeitsinitiativen für eine sozial-ökologische Hochschullandschaft einsetzt.

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Gender-Pay-Gap

Der Gender-Pay-Gap – auch Gender-Wage-Gap oder Entgeltlücke genannt – ist eine statistische Kennzahl, die den prozentualen Anteil bzw. die Unterschiede des Durchschnittsverdienstes von Frauen* am durchschnittlichen Verdienst von Männern* darstellt (Plantenga & Fransen, 2011, S. 415). Dieser Unterschied lässt sich auf Basis der Bruttostundenverdienste berechnen, wobei aber zwischen einem ‚bereinigten‘ und einem ‚unbereinigten‘ Wert unterschieden wird (vgl. Finke, 2010, S. 12). Der ‚unbereinigte‘ Gender-Pay-Gap betrug im Jahr 2015 in der Bundesrepublik Deutschland laut Statistischem Bundesamt (2016a) etwa 21%. Auch auf Basis anderer Daten gilt ein Wert von über 20% generell als bestätigt (vgl. Compensation Partner, 2016, S. 11; Schmidt, 2016, S. 1) und seit mehr als einem Jahrzehnt als relativ konstant (vgl. Statistisches Bundesamt, 2016a; Maier, 2007, S. 10). Laut Eurostat (2016) hatte die Bundesrepublik Deutschland mit 22,3% den zweithöchsten Wert innerhalb der EU, übertroffen nur von der Republik Estland (28,1%), bei einem durchschnittlichen Gender-Pay-Gap von 16,7%. Während es auch zwischen den verschiedenen Arbeitsmarktsektoren eines Landes teilweise sehr unterschiedliche Werte für den Gender-Pay-Gap gibt, ist allen Sektoren gemein, dass Männer* durchschnittlich mehr verdienen als Frauen* und dass dieser Unterschied im privaten Sektor größer ist als im öffentlichen (vgl. Statistisches Bundesamt, 2016a). [1]

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