Heidi Süß


heidi suessHeidi Süß (*1986) studierte Internationales Informationsmanagement mit Schwerpunkt Angewandte Sprachwissenschaft sowie Politik- und Medienwissenschaft an der Universität Hildesheim. Im Anschluss an das Magisterstudium war sie Graduierte im Promotionsstudiengang Qualitative Bildungs- und Sozialforschung an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg und arbeitete als Redakteurin im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe in Berlin. Seit 2015 ist sie Stipendiatin im interdisziplinären Graduiertenkolleg Gender und Bildung an der Universität Hildesheim und promoviert dort zur Verhandlung hegemonialer Diskurse in der deutschsprachigen Rap-Szene. Neben den HipHop Studies liegen ihre Forschungsinteressen in den Gebieten von Musik- und Jugendszenen sowie im Bereich der Kultur-, Diskurs- und Geschlechtertheorien.

Kontakt: suessh@uni-hildesheim.de

Hip-Hop-Feminismus

Der Terminus hip-hop feminism (dt.: Hip-Hop-Feminismus) geht auf die amerikanische Kulturkritikerin Joan Morgan und ihre Streitschrift When Chickenheads Come Home to Roost: A Hip-Hop Feminist Breaks it Down zurück (vgl. z. B. Peoples, 2008, S. 20; Lindsey, 2015, S. 55–56). Darin thematisiert sie unter anderem die schwierige Vereinbarkeit feministischen Gedankenguts mit ihrer Vorliebe für die patriarchal geprägte Hip-Hop-Kultur und plädiert für einen Feminismus, der den Lebenswelten von women of color der sogenannten hip-hop generation (Jahrgänge 1965–1984) gerechter wird (Morgan, 1999; Kitwana, 2002). Anhänger_innen des hip-hop feminism sind meist junge women of color aus dem akademischen Milieu. Der Begriff hip-hop feminism wird dabei, ebenso wie das Label feminism, längst nicht von jede_r Aktivist_in geteilt (Peoples, 2008, S. 26–27; Morgan, 1999, S. 52). [1]

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