Dekonstruktion

Der Begriff der Dekonstruktion bezeichnet ein durch den poststrukturalistischen Philosophen Jacques Derrida entwickeltes Lektüreverfahren, das sich gegen den tradierten hermeneutischen Ansatz richtet. Die Dekonstruktion stellt eine letztgültige, im Text enthaltene Bedeutung in Abrede, legt als „ein gewissermaßen subversives Prinzip der Annäherung an Texte ‚von innen her‘“ (Zapf, 2008, S. 116) Brüche und Verwerfungen frei und postuliert die Unabschließbarkeit des Interpretationsvorgangs. Statt selbst einen Sinn zu behaupten, erfüllt sich der Zweck der Dekonstruktion in der Prozessualität, das heißt im Akt des Fragens selbst: „Dekonstruktion meint Unterwegssein“ (Wetzel, 2010, S. 23). [1]

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