Donna J. Haraway

Donna J. Haraway (*06.09.1944) ist eine US-amerikanische Biologin, Wissenschaftsphilosophin und Literaturwissenschaftlerin, die als Distinguished Professor Emerita an den Departments History of Consciousness und Feminist Studies der Universtiy of California, Santa Cruz lehrte. In dieser Position hatte sie die erste explizit der Feministischen Theorie gewidmete Professur in den USA inne (vgl. Schneider, 2005, S. 11). Haraways interdisziplinär einflussreiche Arbeiten bewegen sich in einem thematischen Schnittfeld von feministischer Erkenntniskritik, Cultural Studies, politischer Theorie und Biowissenschaften (vgl. Reed, 2006, S. 132-133). Ihre Kernfragen kreisen um die historisch-kontingente und soziale Bedingtheit von wissenschaftlichen und technologischen Praktiken, die damit verbundenen Prozesse der Alterität von Selbst und Anderem sowie um epistemologische Konsequenzen für demokratische und verantwortungsvolle Wissenspolitiken (vgl. Schneider, 2005, S. 87). In ihren Analysen geht es um die Offenlegung und historisch-spezifische Situierung von konstitutiv in die Wissenschaftspraktiken und Objektivitätsverständnisse der Moderne eingeschriebenen Differenzkonstruktionen wie Gender, Race oder Nation, aufgrund derer sich gesellschaftliche Ordnungsmuster legitimieren. [1]

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