Genderkompetenz

Unter Kompetenzen sind allgemein „Fähigkeiten und Bereitschaften“ zu „verstehen, die zur Bewältigung komplexer (meist beruflicher) Aufgaben erforderlich sind“ (Schaper, 2012, 13). Im Anschluss daran kann Genderkompetenz als die Fähigkeit und die Motivation bezeichnet werden, soziale Zuschreibungen in Bezug auf Geschlecht auf Grundlage des Wissens über ihre Entstehung und ihre Auswirkungen auf gesellschaftliche Machtverhältnisse kritisch reflektieren zu können. Außerdem verweist der Begriff auf die Fähigkeit, das Wissen so anwenden zu können, dass das eigene Handeln zu einem Abbau von Ungleichheiten in den Geschlechterverhältnissen beiträgt (vgl. Blickhäuser & von Bargen, 2006, S. 12; Krammer, 2012). Genderkompetenz setzt sich insofern aus den Elementen Wollen, Wissen und Können zusammen (Budde & Venth, 2010, S. 23). Genderkompetente Handlungsweisen erfordern ein entsprechendes Fachwissen aus der Frauen- und Geschlechterforschung, bestimmte Selbstkompetenzen im Hinblick auf die Fähigkeit, „Ambivalenzen, Ängste und Vorstellungen von den Geschlechtern“ bewusst wahrzunehmen (Kunert-Zier, 2005, S. 281) sowie Kenntnisse und Ideen zur Umsetzung in der Praxis (Kunert-Zier, 2005, S. 281). [1]

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