Folke Brodersen


folkebrodersen portraitFolke Brodersen hat Geschlechterforschung und Soziologie an der Universität Göttingen und Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert. Er ist aktuell als wissenschaftlicher Referent am Deutschen Jugendinstitut in München tätig. Seine Interessen und Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen subkulturelle Performancepraxen, medizinische Ordnungen von Begehren, geschlechtliche Selbstverhältnisse, sexuelle Politiken und studentische Hochschulkultur. Derzeit erarbeitet er ein Dissertationsvorhaben an der Schnittstelle von Psychotherapie, Subjektivierungsforschung und Queer Studies.

Kontakt: brodersen@dji.de

Coming-out

Der Begriff Coming-out ist in politischer, wissenschaftlicher und alltagspraktischer Hinsicht mit verschiedenen Bedeutungen belegt. Ausgehend von seiner ursprünglichen Verwendung für die Initialisierung junger Edelfrauen auf einem semi-öffentlichen Heiratsmarkt im 19. Jahrhundert wurde er später für die (erstmalige) Thematisierung einer Nicht-Heterosexualität/Cisgeschlechtlichkeit üblich. Daran anschließend hat er etliche historisch-soziale Transformationen erfahren, die vor allem auf einer Verschiebung bzw. auf einer Umkehrung der Ökonomie der Sichtbarkeit beruhen, die sexuelle Abweichung formiert und ins Zentrum gesellschaftlicher Aufmerksamkeit setzt.

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