Christine Kurmeyer


Christine Kurmeyer PorträtChristine Kurmeyer studierte an der Leibnitz Universität Hannover Sozialpsychologie, Soziologie und Germanistik und wurde dort 2012 aufgrund ihrer Arbeit: „Mentoring – weibliche Professionalität im Aufbruch“ promoviert. Von 2001 bis 2006 war sie in Hannover Leiterin des Projekts „Mentoring in Wissenschaft und Wirtschaft“. Anschließend war sie als Zentrale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte bis 2010 verantwortlich für das Mentoring-Programm der Charité – Universitätsmedizin Berlin, an der sie sich für die Einführung von Gender-Aspekten im Modellstudiengang der Medizin einsetzte. Von 2011 bis 2012 leitete sie den Aufbau und die Etablierung des Dual Career Netzwerks Berlin und ist seit März 2013 erneut als Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Charité tätig.

Neben ihrem Engagement als Vorsitzende des Forums Mentoring e.V. war Christine Kurmeyer Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Mentoring und wirkt derzeit als Vorsitzende des Beirats.

Kontakt: christine.kurmeyer@charite.de

Mentoring

Mentoring bedeutet im Wesentlichen die Weitergabe informeller Wissensbestände von einer erfahrenen an eine weniger erfahrene Person, von einer Mentorin bzw. einem Mentor an eine oder einen Mentee. Dieses Erfahrungswissen beinhaltet unter anderem die Informationen über Erwartungshaltungen im sozialen und beruflichen Umfeld, über günstige oder ungünstige Karrierewege sowie über Chancen und Barrieren in der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben. Damit dieses Wissen als Allgemeingut gesellschaftlich wirksam werden kann, bedarf es der Vermittlung durch Mentorinnen und Mentoren. Diese fungieren darüber hinaus ebenfalls als Vorbild und können sowohl das Wahrnehmungs- als auch das Handlungsspektrum der Mentees erweitern. Dabei wird durch die individuelle Begegnung mit einem Rollenmodell vor allem auch Persönlichkeitsentwicklung ermöglicht (vgl. Godshalk & Sosik, 2003). Mentoring-Programme unterstützen idealerweise Diskurse über die gesellschaftliche Verteilung von Geld, Macht und Anerkennung und ermöglichen individuelle, institutionelle sowie gesellschaftliche Revisionsprozesse. [1]

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