Christian Berger


christian berger portrait 02Christian Berger, B.A., absolvierte von 2012 bis 2015 ein Anthropologiestudium und studiert zur Zeit Rechtswissenschaft und Gender Studies an der Universität Wien sowie Sozioökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der (feministischen) Politischen Ökonomie, dem Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsrecht, der Geschlechterverhältnisse im Recht und der Politischen Philosophie. Seine Masterarbeit schreibt er über „Dimensionen emanzipatorischen Rechts“. Ehrenamtlich war er von 2015 bis 2016 als juristischer Mitarbeiter beim Klagsverband zur Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern tätig, ist Studienassistent am Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien und Redakteur der Zeitschrift politix. Aktuell engagiert er sich für das Frauen*volksbegehren 2.0.

Kontakt: christian.berger@s.wu.ac.at

Frauen*rechte

Frauen*rechte beschreiben Grund- und Menschenrechte, die für Frauen* und Mädchen* besonders relevant sind, wie beispielsweise das Recht auf politische Partizipation, auf Bildung, auf Gesundheit oder auf körperliche sowie sexuelle Integrität. Bemühungen um und die Konzeption von Frauen*rechten sind sowohl auf inter- als auch auf nationaler Ebene von Frauen*rechtsbewegungen beeinflusst. Trotz des strukturellen male bias des Rechts kennen sowohl das internationale Menschenrechtsregime als auch nationale Rechtsordnungen Gewaltschutzmechanismen, Geschlechterdiskriminierungsver- oder Gleichstellungsgebote. Kritik gegenüber Frauen*rechten wird aus kulturrelativistischen, universalistisch-feministischen, postkolonialen und queer-feministischen Perspektiven geübt.

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Feministische Rechtswissenschaft

Feministische Rechtswissenschaft beschäftigt sich mit der Vergeschlechtlichung des Rechts und seiner Diskurse. Sie benennt und analysiert Ungleichheiten aufgrund des Geschlechts, die durch das Recht legitimiert oder hergestellt werden. Feministische Rechtswissenschaft setzt sich mit dem Potenzial von Recht als feministischem und emanzipatorischem Instrument auseinander. Anhand des ‚Dilemmas der Differenz‘ wird deutlich, wie ambivalent rechtliche Bemühungen um Gleichstellung ausfallen. Feministische Rechtswissenschaft knüpft an die Lebenswirklichkeiten von Frauen* an und ist in allen Rechtsgebieten – vom Verfassungsrecht über die Rechtsgeschichte bis hin zu Familien-, Arbeits- und Strafrecht – vertreten.

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Frauen- und Geschlechtergeschichte

„Frauen- und Geschlechtergeschichte“ untersucht die Rolle von Frauen in der Vergangenheit und der Geschichtsschreibung, hebt sie als Handelnde hervor und dekonstruiert die binäre Geschlechterordnung, die seit dem 19. Jahrhundert zunehmend Eingang in die Geschichtswissenschaft gefunden hat. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Genese dieser Disziplin in der Nachkriegszeit, ihren bis in die Gegenwart bestehenden emanzipatorischen Charakter sowie über die „nützliche Kategorie Gender“ (Scott) und ihre Interaktion mit anderen Wissensfeldern.

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