Carolin Küppers


carolin-kueppersCarolin Küppers studierte Soziologie, Historische Anthropologie und Geschichte der Medizin an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau, an der sie 2007 als Magistra Artium abschloss. Seit 2005 ist sie freiberufliche Referentin für politische Bildung mit den Schwerpunkten Queer Studies, Sexismus, Rassismus und Critical Whiteness. Zwischen 2008 und 2011 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Allgemeine Soziologie/Gender Studies der Ludwig-Maximilians-Universität in München. 2010 war sie als Promotionsstipendiatin des DAAD für die Sex Workers Education and Advocacy Taskforce in Kapstadt tätig und erhob Daten für ihre Dissertation mit dem Titel „Gefährdet oder gefährlich? Diskurse über Sexarbeit zur Fußball-Weltmeisterschaft der Männer* in Südafrika“. 2014 schloss sie ihre Promotion als Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung ab und arbeitet seit 2015 als wissenschaftliche Referentin für Bildung und Antidiskriminierung bei der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld. Sie ist Mitglied der Fachgesellschaft Gender Studies und der European Sociological Association.

Kontakt: carolin.kueppers@mh-stiftung.de

Sexarbeit

Sexarbeit bezeichnet eine konsensuelle sexuelle oder sexualisierte Dienstleistung zwischen volljährigen Geschäftspartner_innen gegen Entgelt oder andere materielle Güter (vgl. u. a. Schuster, Sülzle & Zimowska, 2010). Der Begriff Sexarbeit wird auf verschiedene Weisen verwendet. Im weiteren Sinne handelt es sich um einen Oberbegriff für sämtliche Formen sexueller und erotischer Arbeit. Prostitution, also die explizit körperliche „Ausübung, Erduldung und Stimulation von sexuellen Handlungen gegen Entgelt“ (Zurhold, 2002, S. 105) stellt damit einen Teilbereich von Sexarbeit dar. Im Kontext sex-positiver feministischer Politiken wird der Begriff Sexarbeit auch synonym für Prostitution verwendet, um deren Dienstleistungscharakter zu betonen und eine Anerkennung von Sexarbeit als Lohnarbeit zu befördern. [1]

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Intersektionalität

Unter dem Begriff Intersektionalität wird die Verschränkung verschiedener Ungleichheit generierender Strukturkategorien verstanden. Intersektionale Theorie zielt daher darauf ab, das Zusammenwirken verschiedener Positionen sozialer Ungleichheit zu analysieren und zu veranschaulichen, dass sich Formen der Unterdrückung und Benachteiligung nicht additiv aneinander reihen lassen, sondern in ihren Verschränkungen und Wechselwirkungen zu betrachten sind. Durch die Beachtung verschiedener Strukturkategorien wie Geschlecht, Ethnizität, Klasse, Nationalität, Sexualität, Alter etc. soll gezeigt werden, dass keine dieser Kategorien alleine steht, sondern sowohl für sich als auch im Zusammenspiel mit den anderen einen die gesellschaftlichen Machtverhältnisse mitkonstituierenden Effekt hat. Die intersektionale Perspektive kann als Weiterentwicklung der Geschlechterforschung betrachtet werden und ermöglicht es, multiple Ungleichheits- und Unterdrückungsverhältnisse zu analysieren, die über die Kategorie Geschlecht allein nicht erklärt werden könnten. [1]

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