Anita Thomas


anitathomasAnita Thomas wurde 1980 geboren und studierte Biologie an der Universität Wien, an der sie 2009 als Bachelor of Science (Biologie) abschloss. Von 2003 bis 2010 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Labor für kardiovaskuläre Forschung des Zentrums für Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Universität Wien. Schwerpunkte ihrer Arbeit waren die Entwicklung neuartiger Therapien bei Krebserkrankungen und die Erforschung molekularer Mechanismen bei Transplantationen. Seit 2010 ist sie Mitarbeiterin der Gender Medicine Unit der Medizinischen Universität Wien und Organisatorische Lehrgangsleiterin des Universitätslehrgangs Gender Medicine. Ihre Interessen sind Gender Medicine, Gender Mainstreaming in der Medizin und Lehre sowie geschlechtsspezifische Aspekte in der Molekularbiologie.

Kontakt: anita.thomas@meduniwien.ac.at

Gender Medizin

Gender Medizin (im englischen Gender-Specific Medicine oder kurz Gender Medicine) ist eine Disziplin der Humanmedizin, die den Einfluss von biologischem (Sex) und psychosozialem Geschlecht (Gender) gemäß dem bio-psycho-sozialen Modell von Gesundheit und Krankheit (Legato, 2009) berücksichtigt. Diese Fachrichtung untersucht Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten zwischen Männern und Frauen in Bezug auf Gesundheitserhaltung und -förderung, Entstehung von und Umgang mit Krankheiten sowie deren Diagnose und Behandlung. Ziel ist es, die Lebensqualität über die gesamte Lebensspanne zu erhalten und eine optimale medizinische Versorgung aller Geschlechter zu ermöglichen. Dabei findet in der Medizin üblicherweise ein binäres Geschlechtermodell (Mann/Frau) Verwendung, das nicht alle Vorstellungen eines vielfältigen Zusammenspiels möglicher Sex- und Genderkategorien berücksichtigt (Short, Yang & Jenkins, 2013). [1]

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