Montag, 29 April 2013 14:12

Poststrukturalismus

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Unter dem Begriff des Poststrukturalismus wird eine disparate, auf den Axiomen des Strukturalismus aufbauende und diese zugleich überwindende Strömung verstanden, die sowohl innerhalb der Sozial- und Kulturwissenschaften als auch in interdisziplinär organisierten Feldern (wie den Gender Studies oder den Postcolonial Studies) von großer Tragweite ist. Poststrukturalistische Theoriebildung wird vor allem mit Theoretikern wie der Psychoanalytikerin Julia Kristeva und dem Psychoanalytiker Jacques Lacan, dem Philosophen Jacques Derrida, dem Erzählforscher Roland Barthes sowie dem Historiker Michel Foucault verbunden. [1]

Montag, 29 April 2013 13:52

Dekonstruktion

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Der Begriff der Dekonstruktion bezeichnet ein durch den poststrukturalistischen Philosophen Jacques Derrida entwickeltes Lektüreverfahren, das sich gegen den tradierten hermeneutischen Ansatz richtet. Die Dekonstruktion stellt eine letztgültige, im Text enthaltene Bedeutung in Abrede, legt als „ein gewissermaßen subversives Prinzip der Annäherung an Texte ‚von innen her‘“ (Zapf, 2008, S. 116) Brüche und Verwerfungen frei und postuliert die Unabschließbarkeit des Interpretationsvorgangs. Statt selbst einen Sinn zu behaupten, erfüllt sich der Zweck der Dekonstruktion in der Prozessualität, das heißt im Akt des Fragens selbst: „Dekonstruktion meint Unterwegssein“ (Wetzel, 2010, S. 23). [1]

Montag, 25 März 2013 10:00

Disability Mainstreaming

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Der Begriff Disability Mainstreaming beinhaltet Zielvorgabe und Vorgehen bezüglich des Prozesses, die Belange von Menschen mit Behinderung von einer bis dato marginalisierten gesellschaftlichen Perspektive in eine allgemeine gesellschaftliche Angelegenheit zu überführen. In Konzeption und Praxis erfolgt eine Bezugnahme zur Begrifflichkeit und Umsetzung des Gender Mainstreaming. Disability Mainstreaming basiert auf einem sozialkonstruktivistischen Ansatz von Behinderung. Dabei wird Behinderung vorrangig als soziale Konstruktion und weniger als natürliche Tatsache auf der Ebene der Beeinträchtigung interpretiert und geht mit der Erfahrung von Diskriminierung und Exklusion einher. [1]

Vaterschaft mit Behinderung ist kein neues soziales Phänomen, aber ein wenig untersuchtes. Gesicherte Daten zur Anzahl und sozialen Situation von Vätern mit Behinderung in Deutschland existieren nicht. Bezüglich der Erlebnissicht von Vätern liefern wenige, zumeist qualitative Studien basierend auf geringer Fallzahl, Ergebnisse. Dabei werden vorrangig Väter mit einer angeborenen Körper- oder Sinnesbehinderung (Behrendt, 1998; Behrisch, 2006; Hermes, 2004) in den Fokus genommen, weniger wird die Situation im Falle einer erworbenen Spätbehinderung (Keller, 2005) thematisiert. Auch die Lebenslage weiterer Personengruppen wie Väter mit sogenannter geistiger (Brenner & Walter, 1999) oder psychischer Behinderung ist kaum untersucht. [1]

Die Bundeskonferenz ist die Repräsentanz der schwulen, schwul-lesbischen und queeren Referate, Hochschulgruppen, Arbeitsgemeinschaften und ähnlicher Einrichtungen an deutschen Hochschulen und Fachhochschulen. Die Konferenz versteht sich als bundesweites Informations- und Diskussionsforum für schwule, schwul-lesbische und queere Belange mit hochschulpolitischem Schwerpunkt. Ihr Ziel ist die Förderung der Akzeptanz und Gleichberechtigung schwuler, lesbischer und queerer Lebensweisen (Bundeskonferenz der schwulen, schwullesbischen und queeren Referate und Hochschulgruppen, 2011, S. 1). [1]

Montag, 25 März 2013 10:00

Jineterismo

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Der sogenannte jineterismo, eine neuartige Form der Sexarbeit in Kuba, entstand im Zuge des Zusammenbruchs des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW bzw. Comecon) und dem damit verbundenen aufkommenden Tourismus-Boom auf der Insel. [1]

Montag, 25 März 2013 10:00

Cultural Studies und Geschlecht

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Von besonderer Bedeutung für die Thematisierung von Geschlecht in den Cultural Studies sind die Arbeiten von Rubin (1975) und Mulvey (1975), die in verschiedener Form auf marxistische, ethnologische und psychoanalytische Ansätze zurückgreifen. Im Unterschied zu mikrosoziologischen Studien im Bereich des Doing Gender gemäß der Ethnomethodologie sind es nun makrosoziale Wissensstrukturen und kollektive Praktiken, die über die Erziehung (familiäre Weitergabe des kulturellen Penis bei Rubin) oder den Film (Subjektpositionen des männlichen Blicks bei Mulvey) die Geschlechterunterscheidung und damit einhergehende Ungleichheiten reproduzieren. [1]

Montag, 25 März 2013 10:00

Doing Gender

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Das Konzept des Doing Gender geht auf Garfinkels ethnomethodologische Untersuchung der sozialen Konstruktion der Zwei-Geschlechtlichkeit (Agnes-Studie) zurück. Die unterschiedlichen Konzeptionen des Doing Gender variieren mit der Interpretation der Omnirelevanz-Annahme und des Garfinkelschen Accountability-Konzepts (Gildemeister, 2004). Ein Gegenentwurf findet sich im Konzept des Undoing Gender. [1]

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